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Rürup Rente

Die Rürup-Rente ist eine Form der Altersvorsorge und wird auch Basisrente genannt. Sie wurde konzipiert von Bert Rürup, einem Wirtschaftswissenschaftler und Politikberater. Von der gesetzlichen Rente unterscheidet sich die Rürup-Rente dadurch, dass sie kapitalgedeckt ist. Das bedeutet, jeder bekommt das ausgezahlt, was er investiert hat. Ansonsten sind die Leistungskriterien jedoch dieselben. Der Verbraucher schließt einen Rentenversicherungsvertrag ab und erhält dafür steuerliche Vorteile. Mit diesem Vertrag wird eine bestimmte Summe angespart, die als lebenslange Rente wieder ausgezahlt wird.


Vorteile
Die Rürup-Rente ist eine Möglichkeit, die staatliche Altersvorsorge zu ergänzen. In Zeiten, in denen das Niveau der gesetzlichen Rente sinkt, wird das immer wichtiger. Dass die Rürup-Rente vom Staat subventioniert wird, stellt einen zusätzlichen Anreiz dar. Das angesparte Guthaben ist auch in Notsituationen sicher. So wird es beispielsweise im Hartz IV-Antrag nicht als Vermögen angerechnet. Auch vor einer Pfändung ist es zumindest in der Ansparphase geschützt. Danach kann jedoch der Teil des Sparguthabens gepfändet werden, der oberhalb der Pfändungsgrenze liegt. Die Beiträge zur Rürup-Rente müssen nicht laufend geleistet werden. Es ist auch möglich, einmalig eine größere Summe einzuzahlen. Davon profitieren vor allem ältere Menschen, denen die Zeit für eine Ansparung in regelmäßigen Raten fehlt.


Nachteile
Die Beiträge zur Rürup Rente können von der Steuer abgesetzt werden. Momentan ist das aber nur gestaffelt möglich. Auf der anderen Seite müssen die Rentenauszahlungen aber versteuert werden. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Rürup-Rente nur in monatlichen Raten ausgezahlt werden kann und zwar erst ab dem 60. Lebensjahr. Es ist nicht möglich, eine größere Summe auf einen Schlag abzurufen. Stirbt der Versicherungsnehmer, verfällt das gesamte angesparte Kapital. Dabei spielt es keine Rolle, ob dies vor oder nach dem Rentenbeginn geschieht. Um die Hinterbliebenen abzusichern, ist jedoch der Abschluss einer gesonderten Versicherung möglich. Der Rürup-Vertrag selbst kann weder verschenkt noch vererbt werden. Es ist auch nicht möglich, ihn zu beleihen oder zu übertragen. Ebenfalls ausgeschlossen sind die Kündigung oder die Auszahlung eines Rückkaufswertes. Die faktorischen Nachteile lassen sich ideal in einem Rürup Rente Vergleich herauskristalisieren, selbiger wird vermehrt im Web angeboten.


Formen
Es gibt mehrere Möglichkeiten, das Geld für die Altersvorsorge nach dem Rürup-Modell anzusparen. Zum einen kann der Vertrag als klassische Rentenversicherung abgeschlossen werden. Aber auch eine fondsgebundene Rentenversicherung ist möglich. Weitere Formen sind britische Versicherungen und Fondssparpläne. Jede dieser Varianten wird zu speziellen Rürup-Tarifen von unterschiedlichen Anbietern bereitgehalten.


Zielgruppe
Die Rürup-Rente vom Staat eignet sich vor allem für Selbstständige, die verhältnismäßig viele Steuern zahlen müssen. Die Modelle der Riester-Rente und der betrieblichen Altersvorsorge kommen für sie nicht in Frage. Im Jahr 2005 wurde außerdem die Regelung abgeschafft, dass die Kapitallebensversicherung für Selbstständige steuerfrei ist. Gleichzeitig wurde aber die Rürup-Rente eingeführt. Sie ist nun für diese Gruppe die einzige Möglichkeit, steuervergünstigt für das Alter vorzusorgen. Aber auch Angestellte und Beamte zählen zu der Zielgruppe für die Rürup-Rente. Sie können 2008 Beiträge in Höhe von bis zu 13.200 € steuerlich geltend machen und so Kapital für den Ruhestand ansparen.