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Für wen macht sich der Wechsel in die private Krankenversicherung bezahlt?

Die Beiträge für den Krankheitsschutz steigen unaufhörlich. Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben allein im Krisenjahr 2009 ein Defizit von voraussichtlich 4 Milliarden Euro in den Kassen, so dass viele Krankenversicherungen zusätzliche Beiträge erheben müssen. Freiwillig gesetzlich Versicherte fragen sich da, ob sie nicht besser in einen leistungsstärkeren und günstigeren Tarif einer privaten Krankenversicherung wechseln sollten. Gerade gesunde Kunden mit niedrigem Eintrittsalter erhalten Einstiegstarife, deutlich günstiger sind als der gesetzliche Beitrag. Doch für wen lohnt sich der Wechsel?

Ein Vergleich der privaten Krankenversicherung gibt die Antwort.

Der Wechsel kann sich vor allem für Selbstständige und Freiberufler lohnen. Sie zahlen in der gesetzlichen Krankenversicherung den vollen Beitragssatz zu 14,9 Prozent. Doch auch der Wechsel in den Basistarif kann sich in Einzelfällen bezahlt machen. Selbstständigen steht dieser ohne Gesundheitsprüfung einkommensunabhängig zu.

Ebenso können besserverdienende Arbeitnehmer, denen vor allem die Qualität ihrer Gesundheitsversorgung wichtig ist, ihren PKV Beitrag senken. Sie zahlen ohne Arbeitgeberanteil 296,25 Euro im Monat für den Versicherungsschutz. Ein 35-Jähriger zahlt bei der HUK Coburg zum Komforttarif A500 180,96 Euro im Monat. Dafür übernimmt der Versicherer Zahnbehandlungen zu 100 Prozent und Zahnersatz zu 80 Prozent. Außerdem steht dem Versicherten während eines Krankenhausaufenthalts ein Einzelbettzimmer zu und die Betreuung durch einen leitenden Arzt der Klinik. Auch einzelne Berufsgruppen wie Ärzte und Akademiker profitieren von speziellen Akademikertarifen. Sie können zum Teil auf spezielle Gruppentarife zurückgreifen. Hier sollten sie jedoch gezielt nach Angeboten Ausschauhalten und möglichst viele private Krankenversicherungen vergleichen. - Bei so manchem Versicherer gibt es günstigere Einzeltarife.

Wer seine Familie mitversichern möchte, sollte beachten, dass jede Person sich mit einem eigenen Tarif versichern muss. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung, in der der Hauptverdiener seine Familie mitversichern kann. Hier bieten jedoch viele private Krankenversicherungen spezielle Familientarife an, die günstiger sind als die herkömmlichen Einzeltarife.

Für diejenigen, die Vorerkrankungen hatten, an chronischen Krankheiten leiden oder älter sind, haben dagegen bei privaten Krankenversicherungen schlechte Aussichten, einen günstigen Tarif zu finden. Der Grund: Private Krankenversicherungen berechnen ihre Beiträge nicht nur nach den gewünschten Leistungen, sondern auch nach den persönlichen Gesundheitsrisiken des Kunden. Da ältere Kunden unweigerlich ein höheres Krankheitsrisiko haben, zahlen sie höhere Prämien als jüngere. Das gleiche gilt für Kranke und Frauen. Deshalb sollten sie vor einem Wechsel in die PKV besonders viele private Krankenversicherungen vergleichen. Da die Gesellschaften die Risiken recht unterschiedlich gewichten, kann sich das bezahlt machen.
Quelle: privatekrankenversicherung.eu