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Demographischer Wandel

Der griechische Begriff Demographie bedeutet im Deutschen Volksbeschreibung. Demographie ist die Wissenschaft von der Bevölkerung.
Unter dem Begriff Demografischer Wandel bzw. Demographischer Übergang wird in der Demographie der Versuch zur Erklärung von Veränderungen in der Bevölkerungsentwicklung von Staaten verstanden. Um diese Veränderungen darzustellen gibt es verschiedene Modelle, die die Veränderungen der Geburten- und Sterberate beschreiben. Mit Hilfe der Modelle kann man verschiedene Länder typisieren und somit vergleichbar machen. Ebenso werden die Modelle gebraucht, um nach den Ursachen eines Transformationsprozesses zu fragen.

Über die politische Debatte um die Aufrechterhaltung der Sozialversicherungen kamen Debatten über den demografischen Wandel auf. Die demographische Entwicklung ist heute mehr denn je ein sensibles Thema der Wirtschaft und Sozialsysteme. Die derzeitige Altersversorgung ist durch das Problem der Überalterung gefährdet. Jedoch ist nicht die Existenz älterer Menschen, sondern das Fehlen jüngerer Menschen das Problem. Die Ursache ist in den zwei unten aufgezeigten bedeutenden Entwicklungen zu sehen. Zum einen ist die Lebenserwartung der Bevölkerung in Deutschland gestiegen. Zum anderen haben wir eine sehr niedrige Geburtenrate zu verzeichnen.
Zur Reproduktion einer Bevölkerung mit Sterblichkeitsverhältnissen wie sie in Deutschland vorliegen, ist es erforderlich, dass jede Frau im Durchschnitt ca. 2,1 Kinder zur Welt bringt. Heute bekommt jede Frau im Schnitt nur 1,35 Kinder. Man spricht in diesem Zusammenhang gern von einem „demografisch-ökonomischen Paradoxon“: je wohlhabender, freier und gebildeter eine Gesellschaft wird, desto weniger Kinder bekommt sie (www.wikipedia.de).
Das Rostocker Max-Planck-Institut für Demographische Forschung analysiert den demographischen Wandel in Deutschland und veröffentlicht regelmäßig Daten und Lösungsvorschläge. Anfang 2007 setzt das Institut auf eine stärkere Erwerbsbeteiligung von Frauen als Schlüssel für die Altersabsicherung. Nicht das Rentensystem soll reformiert werden, erfolgversprechender sei eine Arbeitsmarktreform. Oft sind es die Frauen, die aufgrund von Familiengründung Unterbrechungsphasen, einen Rückzug aus dem Arbeitsverhältnis oder aber geringbezahlte Teilzeitarbeit wahrnehmen (Anika Rasner, Aus erster Hand, 2007, Jahrg.4, Nr.1; Schrift des Max-Planck-Instituts).

Wie die großen Volksparteien mit dem Thema des demographischen Wandels umgehen, soll am Beispiel der Alterssicherung aufgezeigt werden:
Die Christlich Demokratische Union hält in ihrem aktuellen Grundsatzprogramm folgende Maßnahmen zur aktiven Gestaltung des demographischen Wandels fest: bei der Alterssicherung wird an dem herkömmlichen Rentensystem festgehalten, jedoch sollen Zusatzleistungen wie die betriebliche und private Vorsorge gefördert werden.

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands will mit ihrer Initiative 50plus den Älteren bessere Chancen im Arbeitsmarkt eröffnen. Sie sieht wie die CDU in der Rentenversicherung die wichtigste Säule der Alterssicherung in Deutschland. Das Ziel ihrer Politik ist es die solidarische Finanzierung nachhaltig sicherzustellen.
Jedoch sollen die Jüngeren und Aktiven nicht durch zu hohe Beiträge überfordert werden, damit sie eine eigene ergänzende Altersvorsorge betreiben können. Aber betriebliche und private Vorsorge werden in Zukunft unverzichtbar sein.

Die FDP hingegen will eine moderne Rentenfinanzierung gestalten, die sich auf die drei folgenden Säulen stützt: eine als Grundversorgung gestaltete gesetzliche Rente, eine deutlich gesteigerte kapitalgedeckte private Rente sowie eine betriebliche Altersvorsorge.

Die Grünen wollen den demographischen Wandel durch die Reform der Sozialversicherungssysteme, eine familienfreundlichere Politik, die Einführung einer Kultur der Altersarbeit sowie die Gestaltung der Einwanderung gestalten.

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