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BFB - Bund freier Bürger

BFB
Bund freier Bürger

- aufgelöst -

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Auflösung am 15. August 2000
in Fulda
 
Mitglieder: ca. 1.500


Angelehnt an die Wahlerfolge der österreichischen FPÖ Jörg Haiders versuchte Manfred Brunner, ehemaliger Funktionär der FPD (nicht FDP) 1994 das Konzept der FPÖ nach Deutschland zu transferieren. Es erfolgte noch ein Zusammenschluss mit der Offensive für Deutschland des ehemaligen FPDlers Heiner Kappel. Der BFB-Funktionär Torsten Witt ist Autor bei der Jungen Freiheit.

Der BFB hatte ca. 1000 aktive und passive Mitglieder und tritt in Deutschland in 328 Wahlkreisen an.Politisch war der BFB eher bürgerlich orientiert, ohne dabei aber Themen der Neuen Rechten auszulassen. Er setzte sich gegen die Einführung des Euro und den Wegfall der D-Mark ein. Der BFB war für die Privatisierung staatlicher Betriebe und eine Öffnung und weitere Liberalisierung der Wirtschaft (ganz im Gegensatz zur NPD). Der BFB würdigte die Tradition der deutschen Großfamilie und wollte dieser Steuerfreiheit gewähren.

Um Wählerschichten zu erschließen musste der BFB sehr strategisch vorgehen und stand dabei vor Problemen: Würde es zum Beispiel gelingen, Wählerstimmen vom rechten Rand der CDU zu bekommen, bedeutete dies eine Stärkung der SPD. Um dennoch ohne Stärkung des politischen Feindes bessere Wahlergebnisse zu erreichen, musste der BFB gerade unter den SPD-Wählern Stimmenanteile erhalten. Dies machte der Bund sich zum Ziel, musste dabei allerdings auch feststellen, wie schwer und nahezu unmöglich das ist.

entnommen aus: www.parlament-berlin.de

 


Der rechtsgerichtete Bund Freier Bürger (BFB) hatbei einer Bundesdelegiertenversammlung am vergangenen Wochenende inFulda seine Auflösung beschlossen. Hohe Schulden seien der Hauptgrundfür die Auflösung gewesen, sagte der Bundesvorsitzende Heiner Kappel,der einst für die FDP im hessischen Landtag saß. Zudem wolle der BFBden Weg für eine "sinnvolle Bündnispolitik" mit anderen rechtenParteien freimachen. In einem Brief an die Mitglieder werden namentlichdie Deutsche Partei und die Freiheitliche Partei Deutschlands genannt.Langfristiges Ziel solle es sein, eine "geeinte und starke Partei" zubilden. "Die deutschen Bundesparteien leugnen das Vorhandenseindeutscher Interessen. Sie machen sich ausschließlich für Multi-Kultistark", heißt es in dem Brief.

Der BFB hatte nach eigenen Angaben knapp 2000 Mitglieder. Allerdingsgilt die Partei als heillos zerstritten. Der Auflösung der Parteigingen zahlreiche Austritte und Übertritte von Mitgliedern zu anderenParteien voraus. Unter ihnen war der Parteigründer und ehemaligeVorsitzende Manfred Brunner, der heute der FDP in Sachsen angehört.

entnommen aus: Frankfurter Rundschau vom 16.08.2000


Diese Informationen wurden nach bestem Wissen zusammengestellt, ich kann jedoch nicht für völlige Fehlerfreiheit garantieren. Keinesfalls bin ich in irgendeiner Weise für die Inhalte der weiterführenden Links verantwortlich.