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#1
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[url]http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,7112353,00.html[/url]
ALso, ich möcht nicht bloß in einer Wohngemeinschaft leben, sondern Teil EINES Volkes sein. Die Ide der Wohngemeinschaft impliziert: es kann jeder hinzuziehen die Landsleute sind nicht wichtiger als irgendwelche Fremde man muss sich Anderen nicht anpassen, sondern kann in seinem Mikrokosmos leben wenn Dazugezogene das Geld für die Miete nicht haben, bekommen sie es von den Alteingesessenen es gibt, außer dem Wohnort, keinen gemeinsamen Nenner Das kann ich nicht akzeptieren. |
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#2
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Das Problem, was du und wahrscheinlich viele andere Menschen auch, hast ist, dass du immer noch über Staatlichkeit nachdenkst. Genau dieser Gedanke ist aber der Auslöser für sämtliche Konflikte, die in den vergangenen Jahren entstanden sind oder fortgeführt wurden. Die Menschen müssen aufhören über Landesgrenzen, Volkszugehörigkeit und Nationalität nachzugrübeln und stattdessen den Wandel aktzeptieren. Grenzen sind überholte Linien auf Landkarten, die Territorien festlegen und Länder definieren. Da diese Grenzen jedoch meist willkürlich oder aufgrund vergangener Kriege festgelegt wurden, schließen die Grenzen nur Fläche ein, obwohl die kulturellen Grenzen meistens ganz anders liegen.
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#3
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Das sehe ich anders. Fast alle Konflikte der letzten Jahrzehnte waren kulturelle Auseinandersetzungen. Da wir in Deutschland dank MuKu ebenfalls viele stark unterschiedliche Kulturen haben, werden auch wir mit Auseinandersetzungen leben müssen, die Türken/Kurdenkrawalle sind da nur ein kleiner Vorgeschmack.
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#4
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Die Konflikte, die es aufgrund kultureller Unterschiede gab, waren Genozide oder Unterdrückungskämpfe (oder so). Es war immer Ziel eine andere Kultur innerhalb des eigenen Landes zu verdrängen, bei uns wäre sowas z.B. eine Internierung aller Türken. Es war aber immer die bestehende Kultur, die einen Konflikt begonnen hat, NIE die Minderheit, von daher halte ich deine Bedenken für ungerechtfertigt.
Ich sehe das eher so, dass die meisten Konflikte in den vergangenen Jahrzehnten aus wirtschaftlichen Gründen geführt wurden und die verfeindeten Parteien natürlich unterschiedliche Kulturen haben, sonst gäbe es ja keinen Grund gegeneinander zu kämpfen. |
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#5
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Gerade in Deutschland "Teil EINES Volkes sein" ist historisch schon sehr problematisch. Da will ich gar nicht erst von den historischen Zuwanderungsströmen reden. Sog. "Parallelwelten" gab es in Deutschland doch schon immer.
Noch vor ca. 200 Jahren sprach man in den Dörfern rund um Berlin und in der Lausitz nicht Deutsch, sondern Wendisch bzw. Sorbisch.. Und ganz so freiwillig ist die Anpassung ja auch nicht abgelaufen, "normalerweise" hätten die (deutschen) Ansiedler die Sprache der Einheimischen zu lernen, wie wir es ja heute auch von den Zuwanderern vollmundig fordern. Dazu hatte die preußisch-deutsche Toleranz nicht gereicht: Sprachverbote schon beim Kaiser und im 3. Reich sowieso. Selbst in der DDR, wo ja offiziell das sorbische Volkstum gefördert wurde, hat man andererseits durch die Braunkohlentagebaue defacto den Lebensraum zerstört und viele Deutsche beruflich dort angesiedelt. Die heutigen Instrumente heißen Unwissenheit und Desinteresse der Mehrheit sowie Kürzung der Finanzmittel durch Bund und Länder. So haben die Nachfahren der Lausitzer Ureinwohner zwar den deutschen Paß, sprechen auch fließend (und vor alllen weitgehend dialektfrei) deutsch, gehören aber zum sorbischen Volk und wurden ganz einfach bei der Reichstagsüberschrift DEM DEUTSCHEN VOLKE vergessen. Geändert von rybař (15.11.2007 um 15:52 Uhr). |
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#6
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Die SOrben sprechen eine slawische Sprache, haben aber weitgehendst dieselbe Kultur wie die Deutschen. Ich spreche auch von der deutschen Volksgruppe, der auch Schweizer und Österreicher angehören. Darüber gibe es die Kulturgruppe der Westeuropäer, wie Franzosen, Engländer und SKandinavier. Mit diesen Gruppen gibt es keinerlei Probleme, nur mit künstlich implantierten Gruppen wie Afrikanern und vor allem Moslems. Oder gibt es in einer Stadt ein "Franzosenghetto" oder so?
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#7
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Du hast es schon richtig erkannt: Die Ghettobildung ist für die einheimische Gesellschaft anfangs recht bequem, aber für eine Eingliederung absolut kontraproduktiv, deshalb wurde ja versucht, in Mitteldeutschland diesen Fehler zu verhindern.
Sorbisch, bzw. was davon noch übrigblieb, gibt es in zwei Sprachen Obersorbisch und Niedersorbisch (Wendisch). Die kamen ja nicht als Habenichtse (wie die späteren deutschen Ansiedler) in die Lausitz hierher, sondern denen gehörte i.d.R. der Grund und Boden. Die genaue Definition, was fremdländisch/ausländisch ist, scheint oft recht schwierig: Warum also das Fahrrad immer neu erfinden? -Vorschlag: - Deutscher ist, wer 4 deutsche Großeltern nachweisen kann, - fremdländischer Mischling 2. Grades stammt von drei deutschen Großeltern und einem fremdländischen Großelternteil ab - fremdländischer Mischling 1. Grades stammt von 2 deutschen und von 2 fremdländischen Großeltern ab - Fremdländer stammt von 3 bzw. 4 fremdländischen Großeltern ab ... alles klar? Geändert von rybař (28.11.2007 um 16:15 Uhr). |
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#8
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Besser: Deutscher ist, wer, wenn er von einer andersrassigen Meute zusammengeschlagen und nicht in den Medien erwähnt wird.
Geändert von Le C (20.12.2007 um 15:34 Uhr). |