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#11
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Wenn nun die Bevölkerungsmehrheit eines Landes, sei es Iran, Afghanistan, Pakistan usw. der Meinung ist: „Wir wollen einen islamistischen Staat (mit allen uns bekannten Nachteilen)“, so können wir dazu gern eine Meinung haben, trotzdem hat z. Bsp. der Bundestag dort keinerlei Rechte, auch wenn wer noch so lange darüber palavert. Und nach einer Wahl, die nicht wie gewünscht, ausgefallen ist, zu behaupten, alles gefälscht, ist zwar üblich, ändert aber nichts daran, dass jede „richtige“ Wahl das Risiko der Richtungsänderung beinhaltet.
Sicher wird auch dann noch die humanitäre Hilfe der westlichen Staaten gern entgegegengenommen, wenn sie nur nicht so uniformiert daherkommt und auch nicht so stark missioniert. Nichts diskreditiert ja heute eine Regierung (außer Israel!) im Nahen Osten mehr bei der eigenen Bevölkerung, als ein Bündnis mit oder gar ein Lob der USA. Der Bonus, den z. Bsp. Deutschland in Pakistan genießt, stammt ja oft noch aus der Zeit vor ´45. Geändert von rybař (12.03.2008 um 11:28 Uhr). |
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#12
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Das würd ich pauschal nicht unterschreiben. Die Iraner haben bestimmt keinen Spaß daran unterdrückt und zensiert zu werden!
Ich bin kein Befürworter eines weiteren Krieges, aber trotzdem muss Druck auf den Iran ausgeübt werden, auch wenns natürlich die schönste Lösung wäre, wenn die Iraner selbst eine interne Verbesserung erzwingen könnten. |
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#13
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Es ist ein bischen wie Schachspielen: Wenn man gewinnen will, muß man auch in der Lage sein, sich in die Gedankenwelt des Gegenspielers hinein zu versetzen. Wenn die Mehrheit in diesen Ländern Unterdrückung und Zensur nicht als solche empfinden oder eben als unangenehme Notwendigkeit im Kampf gegen die "Ungläubigen" erklärt bekommen bzw. akzeptieren, da ist mit "Druck" nur das Gegenteil vom Gewünschten zu erreichen. Eine "neue Ostpolitik" - Wandel durch Annäherung - könnte da helfen.
Übereinstimmend haben alle US-Geheimdienste bestätigt, dass der Iran - als ein Erfolg der westlichen Embargopolitik - seit 2003 nicht mehr an der evt. Herstellung von Atomwaffen bastelt, sondern den Kernbrennstoff nur noch für Atomreaktoren anreichert. Nach deren Einschätzung gelte das mit einiger Sicherheit bis etwa 2011. Das deckt sich in etwa auch mir der Aussagen der iranischen Regierung. Warum aber wird nun trotz dieser (u.s.-internen Fakten)von den USA und ihren Hörigen in der Öffentlichkeit ständig von einer atomaren Bedrohung aus dem Iran gesprochen, wo doch die offensichtliche Gefahr viel eher von Pakistan (Talibanausbildung, Atombewaffnung) ausgeht? "Wie kommt nur der iranische (irakische usw.) Sand auf unser (US) amerikanisches Oel?" Geändert von rybař (30.01.2008 um 13:29 Uhr). |
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#14
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Es stellt sich mir die Frage, warum hat die iranische Regierung die fanatisierten „Soldaten“ mit Gewalt daran gehindert, nach Gaza zu fliegen, um dort gegen Israel mitzumischen? Hatten sie vergessen, was ihr Chef vorher verkündet hatte?. Immerhin gab es aus Protest gegen die Bombardierung Gazas ca. 25.000 Freiwillige pro Tag, die vor Ort gegen Israel kämpfen wollten. Mit dieser Entscheidung Teherans sind mit Sicherheit viele Menschenleben gerettet worden, auf beiden Seiten, denn auch Israel stellte seine Vergeltungsaktionen ein.
Man kann schon davon ausgehen, dass auch G. Schröder davon wusste, denn er informiert sich mit Sicherheit nicht nur aus den deutschen Medien! So gesehen, macht der Privatbesuch Schröders in Teheran durchaus Sinn, weil er die Position der Hardliner schwächt, auch hinsichtlich der kommenden Wahlen im Iran. Wer erinnert sich da nicht an Gaddafi, der sich vom Saulus zum Paulus wandelte; mit Oel geht es eben wie geschmiert! |